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Parodontologie 2017-04-27T18:31:52+02:00

Parodontologie

Wir erhalten Zähne! Unsere parodontologische Behandlungen erhalten die eigenen Zähne auch bei zurückgegangenem Knochen und Zahnfleischbluten.

Was das Fundament für ein Haus ist, ist der Zahnhalteapparat (=Parodont) für den Zahn. War früher ein “Parodontose-Zahn” stets verloren, gibt es heute eine Vielzahl an Möglichkeiten solche Zähne zu erhalten. Wir werden Ihr individuelles Parodontitis-Risiko einschätzen und entsprechende präventive oder therapierende

Die beiden wichtigsten Ursachen für Zahnverlust sind: Karies – sie frisst Löcher in die Zähne und
 Parodontitis – sie zerstört die Befestigung der Zähne im Kiefer, führt durch Knochenabbau zu Lockerungen und schließlich zu Zahnausfall.

Je früher wir Parodontitis entdecken,
desto geringer
ist der Schaden
und desto besser
können wir Ihnen helfen.

Wie entsteht Parodontitis?

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(Umgangssprachlich auch “Parodontose” genannt)

Um dies zu verstehen, müssen Sie zunächst ein wenig über die Art der Befestigung der Zähne im Kiefer verstehen.

Ein Zahn steckt nicht im Kieferknochen wie ein Nagel im Brett, sondern ist durch ein dichtes Faserwerk elastisch in ihrem Knochenfach aufgehängt. Dies verleiht dem Zahn eine gewisse Beweglichkeit und wirkt wie ein Stoßdämpfer. Man nennt den Zahnhalteapparat auch das “Parodont”. Ein Zahnfleischkragen umschließt den Zahn wie eine dichte Manschette und schützt den Bänderapparat der Zahnaufhängung vor Bakterienzutritt.

Die entzündliche “Parodontitis”

(=Parodontose, =Zahnbetterkrankung)

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Jeden Zahn umgibt im Bereich des Zahnfleischkragens, dort wo er den Kiefer verlässt, eine kleine Zahnfleischtasche, also ein Spalt, der zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch besteht. Wenn dieser Bereich gesund ist, so dichtet die Manschette diesen ca. 2mm tiefen Spalt ab. Kommt es aber zu Plaqueanlagerungen und wird der Manschettenbereich des Zahnfleisches besonders aggressiven Bakterien ausgesetzt, wird er durchlässig und der Zahnfleischrand beginnt, sich zu entzünden.

Dauert die Entzündung längere Zeit an, so wandert sie die Zahnwurzel hinab und fängt an, auch den Faserapparat zu zerstören. Der Kieferknochen wird angegriffen und eine tiefe Zahnfleischtasche entsteht. Diese Tasche füllt sich mit Plaque und Bakterien, die Entzündung verstärkt sich und ein Teufelskreis ist entstanden. Diese Form der Parodontitis erkennt man daran, dass der Zahnfleischsaum dunkelrot ist, es zu Zahnfleischbluten kommt und die Zahnpflege mitunter schmerzhaft ist.

Es gibt noch andere Formen der Parodontalerkrankungen, die jedoch sehr selten sind.

Kann man Parodontitis heilen?

Im Frühstadium ja. 
Ist die Erkrankung aber weiter fortgeschritten, haben wir folgende Therapieziele:

  • Ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.
  • Den Erhalt Ihrer Zähne zu sichern.
  • Sie in die Lage zu versetzen, den Eingangsbereich in die Zahnfleischtasche selbstständig reinigen zu können.
  • Bei geeigneten Voraussetzungen gezielt Knochendefekte wieder aufzubauen.

Gerade eine Parodontalerkrankung muss frühzeitig erkannt werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen und die Teilnahme an unserem Prophylaxeprogramm sichern Sie am besten vor folgenschweren Schäden. Private Versicherungen übernehmen in der Regel die Kosten einer solch umfangreichen Therapie. Gesetzliche Krankenkassen zahlen ihren Versicherten eine solide Basistherapie. Bitte sprechen Sie uns bei Fragen an!

Wie sieht die Therapie konkret aus?

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Oft reicht Zähneputzen allein nicht aus, um eine perfekte Mundhygiene zu betreiben.

  • Im ersten Schritt erreichen wir in Ihrem Mund einen Zustand, der es ihnen ermöglicht, eine gute Mundhygiene zu betreiben. Kariöse Zähne werden gefüllt, überstehende Füllungsränder geglättet und Entzündungsherde beseitigt.
  • Im zweiten Schritt erfahren Sie alle Tricks und Kniffe die nötig sind, um Ihren Mund mit allen individuellen Besonderheiten und Winkeln zu reinigen. Sie erlernen, wie Sie den “Bakterien- & Plaquenachschub” in die Zahnfleischtasche unterbinden können. In dieser Phase unterstützen wir Sie bei der Zahnreinigung. Röntgenbilder dienen der Behandlungsplanung und Dokumentation.
  • Der dritte Schritt ist Therapie. In schmerzfreien Sitzungen werden Ihre Zahnfleischtaschen gründlich “in der Tiefe” gereinigt. Dies erfolgt mittels Ultraschall, kleinen Schabe-Instrumenten und desinfizierenden Spülungen. Es gibt mehrere Verfahren – wir werden das schonendste Vorgehen für Sie wählen. Bei besonders schweren Krankheitsbildern kann auch ein chirurgisches Vorgehen angezeigt sein.
  • Unterstützend kann die lokale Gabe (als Salbe) oder die systemische Gabe (als Tabletten) von Antibiotika angewendet werden.
  • Eventuell kann an einigen Stellen der Kieferknochen zu neuem Wachstum angeregt werden.
  • Der letzte Schritt ist der Wichtigste: Sie profitieren von unserem Recall-System und werden, wenn Sie es wünschen, automatisch zu regelmäßigen, individuell angepassten Kontrollterminen einbestellt. Es gilt, den einmal erreichten Zustand zu erhalten und Ihnen so viele Jahre einen sicheren Biss zu sichern.

Diese Übersicht gibt Ihnen nur einen kleinen Einblick in die Vielschichtigkeit dieser Erkrankung und ihrer Therapie. Auch wenn Sie bereits einmal eine Parodontalbehandlung hatten, ist es sinnvoll, eine Nachuntersuchung durchzuführen. Bestimmt ist auch eine Teilnahme an unserem Prophylaxeprogramm die beste Investition in den Erhalt Ihrer Zähne.